Rohstoffe & Edelmetalle statt Rentenpapiere

Edelmetalle sind wert- & krisenbeständig und lassen sich in der Krise auch als Zahlungsmittel verwenden, vorausgesetzt, Sie haben es günstig und kleinteilig eingekauft...
Value Brain empfiehlt Rohstoffe & Edelmetalle statt Rentenpapiere

Wir empfehlen, 5-10% des Vermögens in physische Edelmetalle wie Gold und Diamanten zu investieren

 

Gold ist eine der beliebtesten Formen, in Deutschland Geld abseits von Sparkonten anzulegen – nicht nur in Krisenzeiten. Die Vorteile des Edelmetalls sind so zahlreich wie seine Erscheinungsformen. Zudem winken Steuervorteile. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Goldkauf achten müssen.

Warum überhaupt in Gold investieren?

 

Bereits im Altertum wurde Gold als Anlageform geschätzt, weil schon kleine Mengen davon enorm wertvoll sind: Auch größere Vermögen ließen sich dadurch leicht transportieren und bei Bedarf wieder verkaufen. Besonders in Krisenzeiten wird Gold immer wieder als Ersatzwährung eingesetzt.

Auch heute noch gilt Gold als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten. Als Faustregel raten Experten, dass jeder Anleger etwa zehn Prozent seines Anlagevermögens in Gold investieren sollte – als Sicherheitsreserve. Gold-Experten weisen aber auch darauf hin, dass das Edelmetall – über Jahrzehnte hinweg betrachtet – mehr Rendite bringt als zum Beispiel Geld, das bei der Bank auf einem Konto liegt und dort Zinsen sammelt. Kritiker monieren allerdings genau das: Gold wirft keine Zinsen ab und seine Verwahrung kostet Geld.

Was beeinflusst den Goldpreis?

Bei Edelmetallen hängt die Preisentwicklung nicht nur von der Nachfrage bei professionellen und privaten Investoren ab, die Gold als besonders sichere Anlage vor allem in Krisenzeiten schätzen. Auch konjunkturelle Entwicklungen haben Einfluss auf den Preis, da Edelmetalle in der Industrie für unterschiedlichste Zwecke gebraucht werden.

Vereinfacht lässt sich sagen: Läuft die Weltwirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach Silber, Platin und auch Gold. Dann schießen die Preise in die Höhe – auch der Goldpreis. Die Folge: Die Betreiber der Goldminen fahren die Produktion hoch, um vom hohen Preis zu profitieren.

Das steigende Angebot sorgt irgendwann dafür, dass der Anstieg des Goldpreises wieder gedämpft wird. Denn die physische Nachfrage nach Gold steigt langsamer als die Produktion.

Hinzu kommt, dass viele Anleger in guten Zeiten weniger auf Sicherheit bedacht sind und gerne mehr Risiko eingehen. Statt Gold kaufen sie zum Beispiel Aktien, die schnellere und höhere Gewinne versprechen. Sobald die Gold-Nachfrage dadurch wieder sinkt, fällt auch der Goldpreis.

Alle diese Faktoren bestimmen jeden Tag aufs neue den Preis pro Feinunze Gold. Eine Feinunze entspricht nur ungefähr 31,1 Gramm. Daher wird das Gold beim Ankauf auf einer elektronischen Waage sehr genau ausgewogen. Der zu erzielende Preis richtet sich dann nach dem Gewicht, dem Reinheitsgrad in Karat und dem Tagespreis des Goldes.

Gold ist gefragt wie lange nicht mehr…

Der Preis hat stark angezogen. Das Edelmetall ist mehr als eine Krisenwährung

Seit September ist das Gold um 20 Prozent im Preis gestiegen. Was wurde damals nicht alles zusammengeschrieben: Gold habe als Krisenwährung ausgedient und sei nicht mehr interessant.

Die Aktienmärkte lieferten ja den Beweis. Denn obwohl es im Spätsommer an den Börsen weltweit krachte, passierte beim Gold nichts. Die Stimmungsindikatoren zeigten alle tiefen Pessimismus, doch selbst eine Aufwärtsreaktion blieb aus.

Anfang des Jahres änderte sich allerdings das Bild. Mit dem erneuten Absturz der Aktien erwachte das gelbe Metall wieder als Krisenwährung mit Eigenleben.

Denn Gold wertete nicht etwa auf, weil der Dollar schwach war. Dieser notiert gegenüber dem Euro exakt da, wo er damals stand. Seinen Status als Krisenwährung hat das gelbe Metall im Brexit-Krach dann erneut unterstrichen.

Auch ohne Krise klettert Gold weiter

Doch es ist noch mehr als das. Besonders spannend ist die Entwicklung, seitdem der Brexit eine vollendete Tatsache ist. Während die Aktienmärkte sich wieder komplett erholt haben und viele nun höher notieren als vor dem Votum der Briten für den Austritt und andere sichere Häfen wie Staatsanleihen die Kures seitdem wieder abgaben, klettert das Gold weiter nach oben.

 

Resümee:

Edelmetalle steigen, obwohl die Krisenängste nachlassen und der Dollar nicht abwertet.

Das gibt Grund zur Annahme, dass die Aufwärtsfahrt weitergeht.

Zwar legen die Stimmungsindikatoren nahe, dass es zu einer Konsolidierung kommen könnte, längerfristig spricht aber fundamental viel fürs Gold.

 

 

Zwar bleibt die Inflation bisher aus, und die Preise der Industrierohstoffe zeigen, dass sie auch nicht schnell anspringen wird. Doch das ist auch gar nicht nötig, um Gold Schub zu verleihen. Die negativen Zinsen führen zur gleichen Situation wie hohe Inflationsraten: Der Zins wird negativ. Die Unverzinslichkeit des Goldes ist damit kein Nachteil mehr. Langfristig wird das Gelddrucken der Notenbanken das Papiergeld ohnehin abwerten.

Wann dies passiert, ist schwer zu sagen, doch wenn es losgeht, und schon davor, werden die Preis für Edelmetalle explodieren. Dann ist man als Anleger mit einer Goldquote von zehn bis 20 Prozent gut aufgestellt. Mehr aber bitte nicht, denn der Wert des Goldes ist immer ein ideeller, und man investiert letztlich in totes Kapital.

Diese Steuervorteile hat Gold

1. Gold in der Steuererklärung

Goldbarren und -münzen werfen weder Zinsen noch Dividenden ab. Deshalb fällt keine Einkommensteuer an. Das bedeutet aber auch, dass Sie keine Werbungskosten geltend machen können.

Wenn Sie das Gold vor dem Verkauf länger als ein Jahr in Ihrem Besitz hatten, sind auch die Gewinne steuerfrei.

Besaßen Sie das Gold kürzer als ein Jahr, ist der Gewinn steuerpflichtig. Allerdings nur, wenn der Gesamtgewinn mindestens 600 Euro beträgt.

Wie hoch die Gewinnsteuer ausfällt, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab (Grenzsteuersatz).

2. Keine Mehrwertsteuer

  1. Beim Kauf von Goldbarren und -münzen brauchen Sie keine Mehrwertsteuer zahlen – zumindest wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Goldbarren müssen eine Reinheit von mindestens 995 Tausendstel haben
  • Goldmünzen müssen einen Goldgehalt von mindestens 900 Tausendstel haben, nach 1800 geprägt worden sein und in ihrem Herkunftsland als offizielles Zahlungsmittel gelten oder gegolten haben. Außerdem darf der Preis den Marktwert des Goldgehalts um höchstens 80 Prozent übersteigen.

Wie können Sie Gold als Anlagemöglichkeit erwerben?

Wie wird Gold angeboten?

 

Die beliebteste Form der Gold-Anlage sind Barren.

Das Angebot reicht von Mini-Barren mit einem Gewicht von 0,5 Gramm bis hin zu Barren von einem Kilogramm. Innerhalb der Gruppe der Barren sind, was den Umsatz angeht, die 100 Gramm, 1 Kilogramm und 250 Gramm führend. Von der Stückzahl her wurde am häufigsten der 1 Unze-Barren gekauft.

Außerdem wird Gold in Form von Münzen gehandelt und als Schmuck angeboten. Münzen haben den Vorteil, dass sie kleiner sind als Barren und der Goldvorrat sich somit leichter aufteilen lässt.

Als Schmuck kann man Gold natürlich zu besonderen Anlässen tragen, statt es lediglich in den Tresor zu legen.

Wo sollte ich Gold kaufen & aufbewahren?

Am besten bei Fachhändlern. Bei den Spezialisten haben Sie eine größere Auswahl und bekommen oft günstigere Preise als zum Beispiel bei den Banken. Viele Geldhäuser haben im Laufe der vergangenen Jahrzehnte den Goldhandel ganz eingestellt.

Sie sollten jedoch darauf achten, dass der Händler Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels ist. Ehe Sie zugreifen, sollten Sie sich über den aktuellen Goldpreis informieren und die Preise der einzelnen Händler vergleichen. Im Internet geht das spielend leicht.

Wer sein Gold zu Hause im Tresor aufbewahren möchte, sollte bei der Suche nach einem geeigneten Versteck nicht nur an Einbrecher denken, sondern auch Gefahren wie Feuer berücksichtigen. Bequemer und vielleicht auch sicherer ist ein Bankschließfach: Für 25 bis 50 Euro Jahresgebühr können Sie dort bis zu 20 Kilobarren unterbringen.

In welcher Form sollte ich Gold kaufen?

Schwere Goldbarren sind grundsätzlich die beste Wahl – wenn man sie sich leisten kann. Denn die Gewinnspanne, die der Händler beim Verkauf einbehält, ist bei großen Goldmengen prozentual gesehen am geringsten.

Je kleiner der Barren, desto größer ist die Marge des Händlers im Verhältnis zum Edelmetallwert. Zehn Barren von je 100 Gramm sind also teurer als ein einzelner 1-Kilo-Barren.

Dieser Nachteil gilt auch für Münzen. Kleinere Einheiten haben allerdings den Vorteil, dass Sie das Gold je nach Bedarf in einzelnen Stücken wieder verkaufen können.

Haben Sie nur einen großen Barren, möchten aber einen Teil davon verkaufen, müssten Sie ihn unter Umständen zersägen.

Dadurch verliert das Gold automatisch an Wert.

 

 

Achtung:

Sie sollten immer auf möglichst hohe Reinheit des Goldes achten. Goldbarren sind erst ab einem Reinheitsgrad von 99,5 Prozent von der Mehrwertsteuer befreit, bei Münzen muss die Reinheit dafür mindestens 90 Prozent betragen!

 

 

Wer erfährt, dass ich Gold gekauft habe?

 

Wer Gold von einem Händler kauft oder verkauft, muss sich bei kleineren Beträgen in der Regel nicht ausweisen. Ab einem Wert von 15.000 Euro sind die Händler allerdings durch das Geldwäschegesetz dazu verpflichtet, die Personalien des Käufers festzuhalten. Die meisten Banken nehmen im Goldgeschäft grundsätzlich die persönlichen Daten auf.

Die Zustellung erfolgt in gewöhnlicher Verpackung und mit unauffälligen Fahrzeugen. Die Kosten für Versand und Versicherung liegen je nach Anbieter und Bestellwert zwischen 10 und 30 Euro.

 

Investorenlegende Warren Buffett brachte es mal auf den Punkt:

„Marsmenschen würden sich am Kopf kratzen, wenn sie sehen würden, was wir Menschen tun. Gold wird aus dem Boden in Afrika oder irgendwo sonst in der Welt ausgegraben.

Dann schmelzen wir es ein, graben ein anderes Loch, verstecken das Gold wieder darin und bezahlen dann Menschen, um darum herumzustehen und es zu bewachen.“

 

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